Zielsetzung
Von einer sozio-ökonomischen und historischen Perspektive aus soll analysiert werden, ob und wie das Bildungsangebot auf Ebene Volksschule in einem abgegrenzten überschaubaren geografischen Raum (z.B. einem Tal) auf die Regionalentwicklung Einfluss nimmt und wie sich umgekehrt die regionale Entwicklung auf die Schule auswirkt. Ist die Schule in diesem Wirkungsgefüge bloss abhängige Variable eines sozio-ökonomischen Wandels oder ist sie selber Akteur und Einflussfaktor für regionale Entwicklung? Das zur Analyse verwendete theoretische Instrumentarium könnte zum Verständnis des Stellenwerts der Schule in peripheren Regionen ausserhalb der untersuchten Einheiten weiterverwendet werden.
Folgende Fragestellungen stehen im Zentrum der Analyse:
- Welche Bedeutung haben Volksschulen in kleinen Dörfern alpiner Regionen?
- Welchen Einfluss haben und hatten die Volksschulen auf die regionale Entwicklung?
- Wie kann es der Volksschule in Anbetracht des demographischen Wandels gelingen, ihrem Bildungsauftrag für alle Kinder und Jugendlichen von der Vorschule bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit gerecht zu werden ohne gleichzeitig durch schulstrukturelle Massnahmen die Standortattraktivität von alpinen Räumen für Familien zu vermindern?