OS Schmerikon
Geografische Lage und Historisches
Urkundlich wurde das Seedorf erstmals im Jahr 741 in der altdeutschen Form Smarinchova erwähnt und war wahrscheinlich bereits in der Römerzeit ein Stützpunkt an der Wasser- und Landstrasse von Zürich nach Maienfeld.
Um 1200 kam der obere Teil des Linthgebietes unter die Herrschaft der Freiherren von Toggenburg, und damit gehörte Schmerikon zur Grafschaft Uznach. In dieser Zeit waren die Schmerkner im Schiffsbau führend. Auch das Steinbrechen sowie die Transporte auf dem See, zusammen mit der Fischerei, bildeten wichtige Einnahmequellen. Als 1436 der letzte Toggenburger Graf starb, kam das Land an die Freiherren von Raron, welche den Schmerknern einen eigenen Freiheitsbrief ausstellten. Bereits 33 Jahre später (1469) erwarben die Stände Schwyz und Glarus die Grafschaft Uznach, womit auch Schmerikon Bestandteil einer eidgenössischen Landvogtei wurde.
Bis 1798 blieb Schmerikon unter der Obhut der Eidgenossen, ehe es in der Helvetik dem Kanton Linth angehörte und schliesslich 1803 dem neuen Kanton St. Gallen einverleibt wurde. Geografie: Mit 597 Hektaren ist Schmerikon flächenmässig die zweitkleinste Gemeinde im Seebezirk. Ihre attraktive Lage am See, zwischen 406 und 547 m über Meer, macht sie zu einem beliebten Wohn- und Arbeitsort.
Schmerikon stösst auf einer Länge von 3,3 km an den oberen Zürichsee. Im Westen grenzt die Gemeinde an Jona, im Norden an Eschenbach, im Osten an Uznach und im Süden bildet die Linth eine natürliche Grenze zum Kanton Schwyz und der schwyzerischen Gemeinde Tuggen.